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Leser da
Es ist mal wieder soweit. Ich könnte ausflippen. Wieso hast du mir nichts gesagt??? Warum, verdammt noch mal hast du mir das mit seiner neuen Freundin verschwiegen? Ich fasse es nicht, und so was nennt sich mein bester Freund. Ich dachte wir könnten uns immer alles erzählen? Ich dachte du hättest so viel vertrauen zu mir das du mir solche Sachen erzählen kann? Anscheinend habe ich mich da aber getäuscht. Sehr sogar.
„Hey, David was ist? Warum machst du so ein Miesepetergesicht?“, fragst du mich als würdest du nicht wissen was los ist. OK, du weißt es auch nicht, aber ich muss dir ja nicht gleich auf die Nase binden das ich sauer auf dich bin.
„Nichts, Pierre, gar nichts“, lüge ich dir mitten ins Gesicht. Was du kannst, das kann ich auch. Und zwar noch sehr viel besser.
„Doch, David, halt mich nicht für bescheuert, ich kenne dich schon seit drei Jahren, mit dir ist immer etwas wenn du so komisch durch die Welt blickst“
„Es muss nicht immer etwas sein wenn ich so dreinschaue. Kennst mich wohl doch nicht so gut wie du denkst“, antworte ich dir schnippisch.
„Ach ja? Du willst mich wohl für völlig dumm verkaufen, lieber David, wenn du schlecht drauf bist, lass es nicht an mir aus“, ich bringe dich auf die Weißglut mit meiner Art. Du wirst dich nie daran gewöhnen können.
„Ich bin ja nicht schlecht drauf, wie kommst du bloß drauf?“, schreie ich nun schon fast. Du musterst mich kurz mit skeptischen Blick.
„Was zum Teufel ist nur mit dir los?? Was hast du in letzter Zeit?“, ja das wüsste ich aber auch gerne. Normaler weiße dürfte es mich doch gar nicht aufregen das du mir verschwiegen hast das du eine neue Freundin hast. Aber es geht doch eigentlich gar nicht darum das du es mir verschwiegen hast...sagt mir zumindest mein Gefühl...nein es geht eher darum das du überhaupt eine Freundin hast. Aber warum denke ich so? Warum wünsche ich mir das du solo bist?? Vielleicht weil ich dann Chancen bei dir habe? Bitte, was denke ich da?? Erschrocken über mich selber schüttle ich meinen Kopf
„Gar nichts ist mit mir los, außer das du mir schon wieder was verschwiegen hast! Ich dachte wir sind Freunde...Und Freunde erzählen sich alles, oder? Du hast es mir doch versprochen, und ich dir... Wieso hast du mir dann verschwiegen das du eine neue Freundin hast?“, schreie ich dich wieder an. Du siehst mich geschockt an. Gleich darauf kann ich aber auch Wut erkennen.
„Das hat einen Grund, den ich dir aber erst sagen werde wenn du dich wieder beruhigt hast, also komm wieder runter auf den Boden, verdammt noch mal“, brüllst du nun genauso laut zurück und verlässt darauf unsere gemeinsame Wohnung. Fassungslos sehe ich dir hinterher. „Das kannst du nicht machen, du kannst nicht einfach so weglaufen!“, murmle ich noch hinter her aber es bringt nichts mehr da du mich sowieso nicht mehr hörst.
Fünf Minuten später stehe ich noch immer gleich da und starre die Türe an die Pierre vor mir zugeschlagen hat. Noch immer kann ich es nicht fassen. Und so was nennt sich Freund. Aber in einem Punkt hast du recht, ich sollte auf den Teppich zurück kehren und dafür sorgen das ich endlich weiß was mit mir los ist, vorher kann ich dir sowieso nicht mehr unter die Augen treten. Mit gesenkten Kopf gehe ich in mein Zimmer, schließe es ab, und lege mich aufs Bett. Mit einer Hand greife ich zur Fernbedienung für den CD-Player und schalte ihn ein. Die ersten Töne von Good Charlotte- I just wanna live, dringen an mein Ohr. Wie Automatisch summe ich mit zur Melodie und kann es mir auch nicht verkneifen an wenigen Textstellen mit zu singen. Hin und wieder entfährt mir ein leiser Seufzer. Ich komme einfach auf keinen klaren Gedanken.
Mein Blick fällt auf meinen Nachttisch, wo ein Bild von mir und Pierre steht. Es ist ungefähr ein Jahr alt. Ich nehme es in die Hand und drücke das Bild dann an meine Brust.
„Ach, warum muss ich dich nur so lieben“, geschockt über das was ich gerade gesagt habe, schrecke ich hoch. Ich schaue mir das Bild noch einmal genauer an, fahre mit meinen fingern sanft darüber wo sich dein Kopf befindet
„Ja, ich liebe dich...deshalb bin ich wütend auf dich weil du eine Freundin hast“, flüstere ich zu mir selber, meine Stimme klingt, sanft, wie eine Feder die zu boden gleitet. Deshalb, und nur deshalb, will ich nicht das du liiert bist. Aber würdest du meine Gefühle erwidern? Ich glaube kaum. Du bist Hetero...warst es schon immer, und ich kann mich noch erinnern wie wir einmal darüber geredet hatten, das du es auch immer bleiben wirst, war mein Herz gerade in ein paar tausend Stücke zerbrechen lässt.
„Wieso muss es nur immer so kompliziert sein“, frage ich mich, mit Tränen in den Augen.
Als es plötzlich an meiner Türe klopft, wische ich mir die Tränen weg, lege das Bild zurück an seinen Platz und öffne die Türe.
„Pierre...“, meine ich erschrocken.
„Ich muss mit dir reden“ „Aber zuvor haust du ab oder wie???“
„Tut mir leid...ich war so sauer auf dich“, ja, das bin ich auch...
„Also, reden wir?“, zaghaft nicke ich und trete zu Seite, so das du in mein Zimmer kommen kannst. Wir setzen uns auf mein Bett.
„Ich hoffe du hast dich beruhigt“, wieder nicke ich, kann dir nicht in die Augen sehen. Nicht bevor ich dir gesagt habe was ich für dich fühle. Und ich weiß auch dass, das endlosen Liebeskummer bringen wird, und vielleicht verabscheust du mich dann...aber immerhin besser als dir zu schweigen was ich fühle. Ich erzähl dir schließlich alles. Wie Freunde es nun mal tun. Auch wenn es bedeutet dich zu verlieren.
„Ich...“, fängst du an, doch ich lege meinen Finger auf deinen Mund. Ich will anfangen, dann habe ich es hinter mir.
„Ich zuerst“, nun nickst du und ich beginne mir die Seele aus dem Leib zu reden. Bis ich schließlich zum Punkt komme.
„Pierre...was ich dir damit sagen will...ich habe mich in dich verliebt...und ich bin nicht sauer deswegen das du mir verschwiegen hast, das du eine Freundin hast, sonder weil du überhaupt eine hast“, verständnisvoll siehst du mich an.
„Das weiß ich doch, das du in mich verliebt bist“, meinst du leicht grinsend. Ich finde das allerdings alles andere als komisch
„Wie kannst du es wissen, wenn ich selber erst bevor du gekommen warst, draufgekommen bin?“, frage ich irritiert.
„Na ja, du hattest vor ein paar Wochen von mir geträumt, als du wieder einmal auf der Couch eingepennt warst. Und da hast du gesagt das du mich liebst. Zuerst wollte ich es nicht glauben, aber dann, als du noch ein paar mal mehr von mir träumtest, war ich mir dann sicher...und du brauchst dich nicht dafür schämen...aber...“, ich kann nicht glauben was du mir da erzählst. Habe ich wirklich von dir geträumt? Warum kann ich mich an die Träume nicht erinnern.
„Ich...schäme mich nicht dafür...aber ich weiß das du meine Gefühle nie erwidern wirst“, unterbreche ich dich. Du nickst, die Bestätigung.
„Und...deshalb werde ich....werde ich ausziehen. Ich kann so nicht länger mit dir unter einem Dach leben. Ich könnte einen Fehler machen, außerdem, sollst du doch auch glücklich werden, und das kannst du viel besser wenn ich nicht hier bin“, wieder steigen Tränen in meine Augen. Rasch schaue ich von dir weg und zeige mit dem Finger auf die Türe.
„Morgen bin ich hier weg, ich bitte dich jetzt mein Zimmer zu verlassen“, ich kann deine besorgten Blicke auf mir spüren. Sie jagen mir einen Schauer nach dem anderen ein. Doch ohne irgendwas erwidern, verlässt du mein Zimmer und ich kann meinen Tränen endlich freien lauf lassen. Es war ein kurzer Entschluss von hier auszuziehen, und ich weiß auch noch gar nicht wohin, aber ich denke, erst mal muss ein Hotel reichen. Aber es ist wirklich besser so. Sonst mache ich dich nur unglücklich, du müsstest aufpassen was du sagst, und so kann man nicht auf Dauer leben. Also gehe ich.
Mitten in der nacht packe ich die nötigsten Sachen in meine Tasche, und warte bis ich ganz sicher bin das du schläfst, dann schleiche ich mich in dein Zimmer, und stelle mich an dein Bett. Ein letzter Blick und ein Kuss auf die Stirn. Dann verlasse ich die Wohnung, aber nicht ohne ihm eine Message zu hinterlassen.


Hey Pierre
Du weißt ich hasse abschiede. Es ist wirklich besser so...du warst ein guter Freund.
Machs gut und werde glücklich mit deiner Flamme
In love
David

Weinend gehe ich durch die dunklen Straßen „Es ist wirklich besser so, aber ich werde dich immer lieben“, flüstere ich und setze meinen weg fort...